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11.07.2025

„Brecht auf wie Willibald“ – Tag der Männer bei der Willibaldswoche

Männer pilgern – vom Volksfestplatz zum Dom. Foto: Wolfgang Bertl/pde

Eichstätt (pde) –„Ich bin hier aus einer meiner Begeisterung für den Glauben.“ Mit diesen Worten sprach Nikolaus Schmidt, Ehrenpräsident der DJK Eichstätt, vielen Männern aus dem Herzen, die zum Männertag im Rahmen der Willibaldswoche nach Eichstätt gekommen sind. Mehr als 100 Männer aus dem ganzen Bistum versammelten sich am vergangenen Freitag, um gemeinsam ihren Glauben zu feiern, Gemeinschaft zu erleben und neue Impulse mitzunehmen. Aus Herrieden, Nürnberg, Weißenburg oder Wemding sind sie gekommen – Mitglieder der Männerkongregation (MMC), der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Kolpingsfamilien, Vertreter des Mesnerverbandes und viele interessierte Männer, die der Einladung der Diözese gefolgt waren.

Für Josef Bittl aus Seuversholz ist es wichtig, die Gemeinschaft zu erleben, die hier besteht. „Und als Zeichen, dass ich meinen Glauben zeige.“ Benedikt Graf aus Dollnstein, einer der jüngeren Teilnehmer, meinte: „Manchmal ist es schwierig, meinen Glauben nach außen zu tragen.“ Umso wertvoller sei es, in solchen Momenten gemeinsam unterwegs zu sein. Alfred Miehling aus Enkering betonte mit einem Augenzwinkern: „Die Männerkongregation ist eine gute Sache. Da sind Leute dabei, die möchte man im Himmel oben auch wieder sehen.“ Auch Begleiterinnen waren willkommen: „Ich fühle mich wohl. Ich begleite meinen Mann gern. Wir genießen solche hohen Feste“, sagte Anna Kühnel aus Nürnberg.

Der Männertag begann mit einer Statio am Eichstätter Volksfestplatz. Von dort machte sich die Pilgergruppe auf den Weg zum Dom. Dort feierten sie einen festlichen Gottesdienst, bei dem die Reliquien des heiligen Willibald aufgelegt wurden.
 

Stadtpfarrer und Domkapitular Michael Harrer nahm die Männer in seiner Predigt mit auf eine Reise – nicht nur in die Geschichte des heiligen Willibald, sondern auch mitten hinein in die Frage, was Glauben heute bedeuten kann. Mit einer Anekdote erinnerte er daran, dass Glauben kein Sitzenbleiben ist: „Im Glauben ist der Hintern das Höchste“, habe sein früherer Religionslehrer gesagt – weil es im Kern darum gehe, aufzustehen, sich aufzumachen, nicht bequem sitzen zu bleiben. Genau das habe Willibald vorgelebt: Als Pilger und Bischof, der immer wieder neu aufbrach, der Heimat, Sicherheit und Familie hinter sich ließ, um das Evangelium zu verkünden.

Harrer ermutigte die Männer, sich daran ein Beispiel zu nehmen: „Machen Sie es wie Willibald. Bleiben Sie als Pilger unterwegs in dieser Welt. Zeigen Sie im Alltag Ihren Glauben, stärken Sie sich in der Gemeinschaft der Glaubenden. Gerade dann, wenn Gemeinschaften kleiner werden, kommt es auf jeden Einzelnen an.“

Den Gottesdienst zelebrierte Weihbischof Adolf Bittschi, der in Eichstätt aufgewachsen ist und heute als Weihbischof im bolivianischen Sucre wirkt, zusammen mit Diözesanadministrator Alfred Rottler. Für die feierliche musikalische Umrahmung sorgten Musikerinnen und Musiker der Stadtkapelle Eichstätt. Im Anschluss an den Gottesdienst waren alle Teilnehmer zu einem geselligen Beisammensein im Garten des Priesterseminars eingeladen.

Willibaldswoche

Die Willibaldswoche findet seit 2009 jährlich statt. Anlass der Begegnungs- und Wallfahrtswoche für die Gläubige der Diözese Eichstätt ist der Gedenktag des Bistumsgründers Willibald, dessen Todestag der 7. Juli 787 war.

Kontakt

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85072 Eichstätt

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E-Mail: willibaldswoche(at)bistum-eichstaett(dot)de